Stubenreinheit

Ein Thema, das uns schon vor dem Einzug sehr wichtig war und welches wir direkt angehen wollten: die Stubenreinheit. Denn uns lag es sehr am Herzen, dass wir unseren Welpen schnellstmöglich stubenrein bekommen – koste es, was es wolle. Für uns war dieses Ziel anfangs Priorität Nummer 1.
Im Internet liest man viel darüber, dass Hunde unterschiedlich schnell bzw. langsam stubenrein werden. Die Dauer hängt hier meist von der Disziplin und dem Durchhaltevermögen ihrer Halter ab, wenn es sich nicht gerade um Hunde mit Inkontinenzproblemen oder anderen Symptomen handelt.

Wann muss ein Welpe sein Geschäft erledigen?

Wir wussten also, dass wir es bei unserem Welpen selbst in der Hand hatten, wie schnell er lernen würde, einhalten zu können. So befolgten wir die goldenen Regeln, die überall geschrieben stehen und übereinstimmend sagen: anfangs grundsätzlich nach dem Fressen, Schlafen und Spielen immer direkt mit dem Welpen rausgehen und ihn auf das gleiche Wiesenstück führen, auf dem er sich entleeren soll. Dafür muss ein Signalwort wie beispielsweise „Pipi“ gefunden werden. Dieses wird vom Hundehalter immer laut gegenüber dem Hund ausgesprochen und Erfolge des Hundes werden vom Halter umgehend belohnt. 

Warum ist es so wichtig, anfangs auch nachts mit dem Welpen rauszugehen?

Stubenreinheit braucht ihre Zeit. Ein Welpe lernt nicht von heute auf morgen, nicht mehr in die eigenen vier Wände zu machen. Mit mehreren Wochen muss man da schon rechnen. Das war auch uns klar. Genauso wussten wir, dass, wenn wir nicht dranbleiben und wirklich rund um die Uhr – auch nachts alle paar Stunden – mit ihm rausgehen, sich die Stubenreinheit nur weiter hinauszögern würde.
Also ging ich die ersten vier Wochen auch immer nachts 2-3 mal mit ihm raus: vom zweiten Stock runter durch das Treppenhaus bis hin zum nächsten Wiesenstück. Schlaftrunken, mies aussehend und schlecht gelaunt. Um 6 Uhr klingelte dann auch schon wieder der Wecker für meinen Vollzeitjob. Party. In diesen Wochen konnte man mich nachts meist mit dem gleichen Jogger antreffen, denn mit dem ging ich meist auch direkt schlafen.

Denn jede Minute zählte, wenn Milow aufwachte und sich bemerkbar machte. Doch meine eiserne Disziplin und mein Durchhaltevermögen lohnten sich und zahlten sich aus! Nach rund sechs Wochen hatten wir ihn soweit, dass er nachts schon 8 Stunden durchschlafen konnte. Endlich.
Zu dem Zeitpunkt schätzte auch ich wieder die wertvollen Nächte, in denen ich am Stück durchschlafen konnte, aber primär auch wieder durfte.

Wie gehen wir mit Missgeschicken um?

Schon wenige Tage nach dem Einzug hat man in der Regel raus, wann der Welpe muss. Neben den gängigen Zeiten, zu denen man ohnehin mit ihm rausgehen sollte, kommt es dazu, dass er anfängt zu schnuppern, zu wimmern oder aber praktischerweise direkt zur Haustür zu gehen. Wenn man aufmerksam genug ist, kann man solche Momente noch rechtzeitig abpassen – sollten diese mal wieder unvorhersehbar eintreten. Doch manchmal passieren eben auch mal Missgeschicke. Am Anfang mehr, mit der Zeit immer weniger. Von einigen wenigen Tropfen bis hin zu großen stinkenden Häufen. Auch hier gibt es verschiedene Lösungsansätze, solchen Missgeschicken zu entgegnen.

Die meisten Menschen sind sich einig darüber, dass man diese Geschäfte einfach kommentarlos entfernen sollte, da der Hund auch durch zeitnahes Geschimpfe nicht verstehen würde, was er falsch gemacht hat. Dann gibt es aber auch die Menschen, die der Meinung sind, man sollte Hunde durch ein Klatschen oder eine laute Äußerung unterbrechen und von ihrem Geschäft abhalten.
Wieder andere von der alten Schule bevorzugen es hingegen, ihre Lieben mit der Schnauze in ihre Missgeschicke reinzuhalten, um ihnen damit aufzuzeigen, dass diese in den eigenen vier Wänden nicht geduldet werden. Hunde würden diese Methode wohl mit ihrer eigenen Tat assoziieren können.

Wir haben Milows Zwischenfälle bislang immer kommentarlos beseitigt und uns immer wieder untereinander darüber ausgetauscht, wann wir das letzte Mal mit ihm vor die Tür gegangen sind, um einem nächsten Missgeschick vorbeugen zu können. Und damit sind wir bis jetzt immer ganz gut gefahren.

Mit knapp fünf Monaten war Milow schon so weit, dass er einhalten konnte, bis wir mit ihm rausgingen. Mit seinen fast sechs Monaten signalisiert er uns heute klar, wenn er rausmuss. Ansonsten erledigt er seine Geschäfte ganz selbstverständlich auf unseren Spaziergängen mit ihm. Ihm ist schon länger kein Missgeschick mehr in unserer Wohnung passiert und wir sind sehr stolz darauf, dass wir ihn so schnell stubenrein bekommen haben.

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