Schwimmen

Kurzes Update:
Vor einiger Zeit habe ich einen Blogbeitrag zum Thema „Baden“ herausgebracht. In diesem habe ich darüber berichtet, wie wir Milow, damals noch in der Badewanne, heutzutage in der Dusche, abbrausen und wie sehr er es genießt. Auch habe ich thematisiert, wie wir ihm das Wasser draußen in Gewässern näherbringen möchten und meine Hoffnungen diesbezüglich mit euch geteilt. Und was soll ich sagen?
Er hat unsere Erwartungen vom ersten Moment an übertroffen!

Wie reagiert unser Hund heute auf Gewässer?

Schon vor einigen Monaten, noch vor seinem ersten Geburtstag, als die Temperaturen deutlich anstiegen und die ersten warmen Tage da waren, fasste ich an einem Nachmittag den Entschluss, mit Milow an einen See zu fahren. Er liegt in der Nähe meiner Heimat und ich bin dort auch schon einmal gewesen. Ich packte also die Tasche, mein Freund schloss sich meinem Vorhaben an und wir fuhren mit unserem Hund dorthin. Kurz vor der Abfahrt hatten wir uns spontan noch mit meiner Cousine, ihrem Freund und dem gemeinsamen Hund dort verabredet. Milow wollte ich an dem Nachmittag durch das kühle Wasser des Sees eine kleine Erfrischung ermöglichen, war er doch schon von der Hitze so am hecheln. 

Dort angekommen, trafen wir uns mit ihnen am Parkplatz und steuerten gemeinsam unmittelbar auf den See zu. Die Hunde ließen wir kurz vorher frei und sahen sie erst am See wieder. Denn der Hund meiner Cousine und ihrem Freund kannte bereits den Weg und Milow folgte ihm blind. Am Wasser stoßten wir dann auf andere Hundebesitzer mit ihren Hunden. Einige von ihnen waren bereits im Wasser, andere Hunde kamen schon wieder raus. Als wir unsere beiden dort entdeckten, standen sie auch schon mit einem Bein im Wasser. Milow selbstsicherer denn je, war er vorher doch noch nie in einem See drin gewesen.

Milow nach dem Schwimmen im See
Milow nach dem Schwimmen im See

Wie animieren wir unseren Labmaraner, ins Wasser zu gehen?

Irgendeiner von uns vieren schmiss dann den beiden einen Stock in den See, sodass sie schwimmen mussten, um ihn holen zu können. Da Milow Stöckchen werfen von uns bereits gewohnt gewesen war, kannte er das Spiel, stürzte sich in das Abenteuer und konnte den Stock für sich gewinnen. Er schwamm auf einmal wie ein Weltmeister, weit hinaus, intuitiv, und überholte alle anderen, ohne dabei angestrengt zu wirken. Er sah völlig entspannt aus und drehte in der Ferne im See noch ein paar Pirouetten, bevor er wieder an Land kam.

Man hatte den Eindruck, er wollte das Wasser gar nicht mehr verlassen. Ich kam aus dem Staunen nicht mehr heraus, hatte ich das doch so von ihm nicht erwartet, und platzte als Hundemama fast vor Stolz. Wir mussten alle so lachen, weil er so süß und selbstverständlich dort herumschwamm, als hätte er nie etwas anderes zuvorgetan.
Seit dem Erlebnis hat er auf jeden Fall Gefallen daran gefunden, neue Gewässer zu erkunden und den wasserbegeisterten Labrador in sich hervorzulocken.

Seitdem halte ich immer Ausschau nach Hundeabschnitten an Seen oder informiere mich vorher konkret darüber, an welchen See wir mit Milow als Nächstes fahren können, wenn wir ausreichend Zeit dafür haben. Schließlich muss er im Nachhinein auch manches Mal geduscht werden, wenn er zu dreckig ist, und kommt anschließend zum Trocknen und Schlafen in die Hundebox.

Wie verhält sich Milow in einem Hundepool?

Für unser kleines Labmaranertreffen vergangene Woche haben wir den Hunden, wie bereits geschildert, extra einen „Hundepool“ im Garten meiner Großeltern aufgestellt. Sie konnten sich im Wasser erfrischen, daraus trinken oder sich mit allen vier Pfoten dort hineinstellen. Manche seiner Geschwister trauten sich auch, sich komplett in den Pool zu stellen. Milow hingegen konnte dem Ganzen kein Vertrauen schenken und trank deswegen bloß daraus.

Ich denke, dass ihm die Sache zu kurios erschien und er nicht wirklich verstand, was ihm der Pool bringen sollte. Dass er als „Gewässer“ zur Abkühlung und nicht nur als Trinkstelle dienen sollte. Er konnte dies nicht richtig einordnen und überließ seinen Freunden den Vortritt. Gleiches habe ich auch noch einmal vor einigen Tagen zuhause erfahren, als ich Milow den Pool im Innenhof unseres Mehrfamilienhauses aufstellte. Er trank zwar aus ihm, wehrte sich aber vehement dagegen, dort hineinzusteigen.

Selbst mit einem Wasserspielzeug hatte ich keine Chance, ihn dort auch nur mit einer Pfote freiwillig hineinzukriegen. Er fischte dieses sorgfältig aus dem Wasser. Zweimal ist er schnellen Schrittes gezwungenermaßen dadurch gehüpft, um ans Spielzeug zu kommen, Freude empfand er dabei aber allem Anschein nach nicht. Für ihn stellt der Pool wohl wirklich keine Assoziation zu einem See dar… wie auch?! Naja, zumindest konnte er sich durchs Trinken kurz daran erfrischen.
Vielleicht braucht es einfach auch Zeit, bis er sich mit dem Hundepool angefreundet hat und ihn als Chance sieht, sich länger dort drin abzukühlen.

Warum sollte man seinem Hund die Möglichkeit zur Abkühlung im Sommer geben?

Abschließend kann ich sagen, dass ich froh bin, Milow in diesem Sommer bislang schon oft die Möglichkeit gegeben zu haben, sich in Gewässern abkühlen zu können. Besonders an heißen Tagen gibt es für wasserliebende Hunde meiner Ansicht nach nichts Schöneres, als sich am kühlen Wasser zu erfrischen und der Hitze zu trotzen. So ist es für sie aushaltbarer, geht es uns Menschen doch genauso. Milow merkt man regelrecht an, wenn ihm die Hitze aufs Gemüt schlägt. Er hat ja eh schon dunkles, dichtes Fell, ist was kräftiger und aktuell auch mitten in der Pubertät. Ihn schlaucht das Wetter sehr und er nimmt jede Abkühlung, die man ihm gibt, dankbar an.

Hier kommt uns bei unserem Labmaraner aber natürlich auch der Labrador zu Gute, der in der Regel ein absoluter Wasserfreund ist. Dass in Milow viel Labrador steckt, können wir neben seinem Fresstrieb auch in Gewässern sehen. Hier schwimmt er um die Wette mit anderen Hunden und sieht dabei so glücklich und ausgeglichen aus. Durch das Schwimmen als Hundesportart können wir ihn nicht nur auslasten, sondern ihm auch eine geeignete Abkühlungsmöglichkeit bieten. 

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