Restaurantbesuch

„Restaurantbesuche mit Hund“ ist ein Thema für sich. Die einen bevorzugen es, ihren Hund überall mit hin zu nehmen. Die anderen lassen ihren Hund lieber zuhause, wenn sie ausessen gehen.
Für uns ist das Thema nach wie vor sehr wichtig und präsent, weil wir uns von Anfang an vorgenommen haben, Milow überall hin, wo es nur geht, mitzunehmen. Da wir gerne ausessen gehen, sind Restaurantbesuche mit ihm vorprogrammiert.

Warum ist es sinnvoll, den Hund schon früh an Restaurants zu gewöhnen?

Wenn Hunde noch im Welpenalter sind, erweisen sich Restaurantbesuche mit ihnen in der Regel als ziemlich unkompliziert und einfach zu handhaben. Die meiste Zeit schläft der Welpe unter dem Tisch oder interessiert sich nur kurz für seine Umwelt. Jeder neue Eindruck macht ihn müde, sodass er anderen Gästen kaum auffällt.
Wir persönlich genossen die Restaurantbesuche mit ihm in den ersten Wochen und nahmen ihn deshalb auch überall mit hin. So konnten wir diese Situation schon früh mit ihm üben. Andere Gäste haben Milow kaum bemerkt, und wenn sie es getan haben, dann haben sie es unserem Welpen nicht übel genommen.
Wir haben ihm immer eine Decke, ein Kuscheltier und etwas zum Knabbern mitgenommen, womit wir ihn unter dem Tisch eingedeckt haben. Eine Wasserschale haben wir dann meist von den KellnerInnen selbst zur Verfügung gestellt bekommen. 
Einmal schlief er sogar zwei Stunden lang unter unserem Tisch, als wir mit einem befreundeten Pärchen abends ausessen waren. Er hatte sich an dem Tag mittags beim Spielen in der Hundeschule so sehr ausgepowert, dass wir an dem Abend nichts mehr von ihm sahen oder hörten. Als wir gehen wollte, wunderten sich andere Gäste sogar, woher der Welpe auf einmal kam, der an ihnen vorbeihuschte.

Wie handhaben wir aktuell Restaurantbesuche mit unserem Hund?

Je älter Milow wurde, umso aktiver und wachsamer wurde er auch in Restaurants. Er konnte sich im Alter von drei bis vier Monaten unter dem Tisch kaum noch entspannen, kam nicht mehr richtig zur Ruhe. Die Außenwelt wurde für ihn ja auch interessanter und greifbarer. Alles, was sich im Raum bewegte, war in seinen Augen spannend.
Einige Male half es uns nur noch, ihm Leckerlis oder Kauartikel unter dem Tisch zu geben, um ihm vom Bellen abzuhalten, das er auf einmal an den Tag legte. Er tendierte dazu, wenn er die von ihm gewünschte Aufmerksamkeit unsererseits nicht erfuhr. Zu dieser Zeit gehorchte er auch auf keinen unserer Befehle, hörte nicht auf zu bellen, wenn wir es von ihm verlangten. Milow schaltete förmlich auf Durchzug und belästigte mit seinem Verhalten auch andere Gäste im Restaurant.
Wir umgingen dieses Problem in den darauffolgenden Wochen, indem wir ihn zum Essen schlichtweg nicht mehr mitnahmen. Entweder ließen wir ihn für die Zeit solange im Auto, in dem er sich pudelwohl fühlte und zur Ruhe kam, oder aber zuhause alleine im Flur, seitdem dies möglich war.

In der Zeit, in der Milow die Aufbissschiene für seine Zähne trug, nahmen wir ihn nicht mehr mit in ein Restaurant, da er ja auf nichts kauen durfte. Sein mögliches ruhiges Verhalten hätten wir mit keinen Kauartikeln zur Beschäftigung belohnen können.
Doch seit einigen Tagen ist er seine Schiene los, was uns wieder dazu animiert, zukünftig weiter Restaurantbesuche mit ihm zu trainieren, damit wir ihn dort wieder mit hinnehmen können.

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