Baden

Labmaraner sind für gewöhnlich Wasserratten – schließlich setzt sich der Hybrid aus den Rassen Labrador und Weimaraner zusammen. Besonders Labradore sind in der Regel prädestiniert dafür, das Wasser unsicher zu machen und sich in dem Element wohlzufühlen.
So wollten wir auch Milow schon früh ans Wasser heranführen, um ihm die Angst davor zu nehmen und ihm den Spaß damit zu zeigen.

Warum sollte ein Hund nicht so oft gebadet werden?

Mir ist bewusst, dass man Hunde nicht zu oft mit Hundeshampoo baden sollte, weil das den natürlichen Schutzfilm ihrer Haut zerstört. Deshalb gilt ja auch die allgemeine Empfehlung: „So selten wie möglich, aber so oft wie nötig“. Wir haben ihn in seinen knapp neun Monaten Lebenszeit vielleicht bislang fünfmal mit Shampoo (bei uns ist es eine handelsübliche Marke für Hunde, nichts Spezielles) gebadet, selten nur mal seine Beine mit dem Duschkopf ohne Shampoo abgebraust. Dazu ist es aber auch immer nur gekommen, wenn wir den Dreck in seinem Fell und unter seinen Tatzen mit einem nassen Läppchen oder trockenen Handtuch nicht mehr so leicht abbekommen haben.

Nach wie vor genießt Milow noch heute jede einzelne Brause – damals zu Welpenzeiten noch in der Badewanne, aktuell als Junghund mit uns zusammen in der Dusche. Er trinkt das Wasser aus dem Duschkopf während er sich ganz entspannt der Brause hingibt. Hier kommt immer und immer wieder der Labrador aus ihm heraus und es macht einfach nur Spaß, ihm dabei zuzusehen, wie relaxt er ist und wohltuend ein solches Bad für ihn sein kann.

Warum sollte ein Hund langsam an Gewässer herangeführt werden?

Anders verhält es sich bislang mit ihm in freier Natur: Wenn er beim Hundespielen eine Wassergrube oder woanders einen Bach oder See entdeckt, dann sprintet er zwar aus Neugier direkt dorthin, scheut sich aber dann doch davor, einen weiteren Schritt auf das Wasser zuzugehen. So auch bei uns im Urlaub auf Sylt vergangenes Jahr. Das Meer war ihm zu ungeheuerlich, als wir dort entlang spaziert sind. Im Sand toben war voll sein Ding, aber die Wellen machten ihm trotz ihrer beeindruckenden Bewegungen sichtlich Angst. Er lief immer wieder zu ihnen hin und machte schnell kehrt, wenn er sah, dass sie gewaltsam auf ihn zukamen.
Meiner Meinung nach muss er das Wasser noch für sich entdecken. Es liegt an uns, ihm den Input geben, sich darauf, ebenfalls so verständlich wie beim Baden, entspannt einlassen zu können. Schließlich liegt es ja eigentlich in seiner Natur, sich dem Wasser voll und ganz hinzugeben.

Wie bringen wir unserem Hund das Wasser näher?

Ich nehme mir für das Frühjahr und den Sommer vor, ihn weiterhin mit Wasser, auf eine spielerische Art, vertraut zu machen. Mein Anspruch liegt hier aber ehrlicherweise auch nicht darin, Milow zu einem top Schwimmer auszubilden, sondern gemeinsam mit ihm im kommenden Sommer das Wasser unsicher zu machen – mit etwas Glück sogar Dummytraining im Wasser ausüben zu können. Schließlich profitiert er neben dem Spaßfaktor auch von einer angenehmen Abkühlung bei der Hitze, die für ihn Ansporn genug sein sollte, mit mir gemeinsam Vollgas zu geben…

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